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Lettland: Riga (Rīgas radio un televīzijas tornis)

20.09.2015: Der 368,5 m hohe Fernsehturm der lettischen Hauptstadt Riga ist der höchste freistehende Fernsehturm in der Europäischen Union. Er wurde in den Jahren 1979 bis 1986 erbaut und verfügt über zwei Aussichtsplattformen in 97 und 137 m Höhe. Die höher gelegene Plattform ist jedoch nur eingeschränkt zugänglich. Zudem befand sich in 93 m Höhe ein Restaurant, das allerdings derzeit geschlossen ist. Der Turm dient der Verbreitung einer Vielzahl von Funkdiensten. Neben einer großen Anzahl von UKW-Hörfunkprogrammen und DVB-T-Fernsehprogrammen werden auch Datendienste ausgestrahlt. Ferner sind Kommunikationsanlagen des Militärs, des Verteidigungsministeriums, des Grenzschutzes, der Stadtverwaltung, der Flugnavigation, des Stromversorgers Latvenergo sowie mehrerer Telekom-Unternehmen installiert.


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Schweden: Stockholm/Kaknästornet

(TERACOM) – 21.05.2019: Der Kaknästornet in der schwedischen Hauptstadt Stockholm befindet sich im Stadtteil Djurgården und ist in den Jahren 1964 bis 1967 geplant und errichtet worden. Außergewöhnlich ist seine Bauform: Sein Querschnitt ist quadratisch, wobei die einzelnen Plattformen jeweils um 45 Grad zum Turmschaft gedreht wurden. Der Kaknästornet ist ein kombinierter Richtfunk- und Aussichtsturm mit Restaurant und Aussichtsplattform im 30. Stockwerk. Mit einer Höhe von 170 m war er das höchste für Touristen zugängliche Bauwerk in Schweden. Seit dem 25. September 2018 ist der Turm für die Öffentlichkeit jedoch gesperrt. Die Betreibergesellschaft Teracom gibt als Grund Brandschutzmängel an. Anders als andere Fernmeldetürme dieser Bauart besteht die Kernaufgabe des Kaknästornet nicht in der Ausstrahlung von Hörfunk- und Fernsehsignalen. Vielmehr werden von hier alle Verbindungen und Sendeanlagen der Teracom in ganz Schweden gesteuert – der Turm bildet den zentralen Knoten für das landesweite Link- und Glasfasernetz, das für die Verteilung der Signale aller schwedischen Radio- und Fernsehstationen genutzt wird. Am Fuß des Turms befinden sich zudem mehrere Uplink- und Downlink-Antennen für Satellitenverbindungen. Inzwischen wurden auf dem Kaknästornet aber auch zwei DAB plus-Sender in Betrieb genommen: Kanal 12C: SR RIKS DAB (0,73 kW) und Kanal 12A: TERACOM Test (0,73 kW).



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Vatikanstadt

16.05.2020: Radio Vatikan hat über viele Jahre seine Programme sowohl auf UKW für die nähere Umgebung als auch auf Mittel- und Kurzwelle über eigene Sendeanlagen ausgestrahlt. Bis 2012 wurde die Mittelwellen-Frequenz 1611 kHz – zeitweise sogar im digitalen DRM-Modus – genutzt. Außerdem kamen bis November 2016 auch die Frequenzen 585 kHz und 1260 kHz zum Einsatz. Die Antennen der Kurzwellensender wurden im Februar 2017 abgerissen. Heute werden noch folgende Programme auf UKW gesendet: Radio Zeta (93,3 MHz/10 kW), Radio inBlu (96,3 MHz/10 kW) sowie Radio Vaticana auf zwei Frequenzen (103,8 MHz/10 kW und 105,0 MHz/15 kW). Zudem wird das DAB+-Multiplex Vaticano (Kanal 12D/1 kW) ausgestrahlt.


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