Zehlendorf

(Media Broadcast/DFMG) – 23.02.2017: Der Langwellensender Zehlendorf gehörte zeitweise zu den leistungstärksten Anlagen dieser Art in Deutschland. Sendeanlagen am Standort Zehlendorf existieren bereits seit dem Jahr 1936 – zunächst als Kurzwellensender mit der Bezeichnung „Funksendestelle Rehmate“. Im Jahr 1952 wurde beschlossen, den Standort als zentralen Langwellensender der DDR auszubauen. In den Jahren 1960 bis 1962 wurde hierzu ein 351 m hoher Stahlfachwerkmast errichtet, der allerdings im Mai 1978 von einem russischen Militärflugzeug getroffen wurde und einstürzte. Anschließend ließ die Sowjetunion an selber Stelle einen neuen, 359,7 m hohen Mast errichten. Zudem befand sich auf dem Sendergelände von 1956 bis 2007 eine Dreiecks-Flächenantenne an drei 150 m hohen, gegen Erde isolierten Stahlfachwerkmasten. Nachdem diese Antenne schon seit 2003 nicht mehr genutzt wurde, ließ man sie am 19. und 20 März 2007 abreißen. Außerdem war auf dem Gelände einer der Mittelwellen-Sender von Mega Radio untergebracht (693 kHz mit 250 kW) – für die Austrahlung wurde ein im Jahr 2000 neu aufgestellter, 129 m hoher Stahlfachwerkmast mit Reusenantenne genutzt. Bis zum Jahreswechsel 2013/2014 wurde auf dieser Frequenz zuletzt das Programm der „Stimme Russlands“ übertragen. Später wurde auch dieser 129 m hohe Mittelwellen-Sendemast wieder entfernt. Zudem befinden sich an diesem Standort noch einige kleinere UKW-Sender mit geringen Leistungen für Antenne Brandenburg (90,8 MHz/1,3 kW), Power Radio (91,8 MHz/1,3 kW), BB Radio Nord-Ost (95,4 MHz/1,3 kW), Radio B 2 (104,9 MHz/1,3 kW) und BB Radio Potsdam/Berlin (107,9 MHz/5 kW). Die UKW-Antennen befinden sich am 359,7 m hohen Langwellen-Sendemast, der zuletzt von Deutschlandradio Kultur auf der Frequenz 177 kHz mit einer Leistung von 500 kW genutzt wurde. Anfang Dezember 2014 hat das DeutschlandRadio angekündigt, alle Langwellensender von Deutschlandfunk und DeutschlandRadio Kultur zum 31.12.2014 abzuschalten. Der Langwellen-Sender Zehlendorf wurde schließlich Ende 2014 außer Betrieb genommen. Seitdem dient der Langwellen-Sendemast nur noch der Befestigung mehrerer UKW-Sendeantennen. Die Reusen des Langwellen-Senders sind jedoch immer noch am Mast montiert. 23.03.2017: Wie Radio Eins auf seiner Homepage berichtet, soll der ehemalige Zehlendorfer Langwellen-Sendemast am Samstag, den 25. März 2017 um 14.00 gesprengt werden. Die bislang abgestrahlten UKW-Programme werden größtenteils an andere Standorte verlegt. Die Frequenz 90,8 MHz für Antenne Brandenburg wird jedoch ersatzlos gestrichen. 27.03.2017: Wie angekündigt wurde der ehem. LW-Sendemast am Samstag, den 25. März 2017 gesprengt. Videos dieser Sprengung sind hier und hier zu sehen.


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9 comments

  1. Pfeiffer Bernd sagt:

    [17.12.2014]
    Der LW-Sender in Berlin wurde bereits vor kurzem(!) abgeschaltet. Grundlage dieser Information ist eine Nachricht die von DS Kultur bereits verbreitet wurde. Demnach ist die LW-Frequenz 177 kHz aus Berlin-Zehlendorf bei Oranienburg nunmehr schon verfrüht ausser Betrieb gegangen. Wohl für immer…
    Die Sender Aholming 209 kHz (bei Deggendorf), Donebach 153 kHz (Odenwald) und ein weiterer Sender in Irland (254 kHz) werden folgen, laufen zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber noch.

  2. Pfeiffer Bernd sagt:

    Kleine Korrektur: Aholming sendet (noch) auf 207 kHz, der Sender in Irland war/ist auf 252 kHz.

  3. Robert sagt:

    Hallo,ich habe die erste Meldung zum geplanten Abriß gelesen, weiß jemand mehr, wann genau das der Fall sein solle?
    http://www.radioeins.de/programm/sendungen/medienmagazin/radio_news/beitraege/2017/power-radio.html
    Gruß Robert

  4. Robert sagt:

    Die Frequenz 107,9 mhz =BB Radio, sendet aus gransee und die freqenz 91,8 mhz = Power Radio, sendet aus eberswalde.
    Gruß Robert

  5. Robert sagt:

    Hallo, der Standort Geschichte. https://youtu.be/jgvh5uaWDqc
    Alle Masten sind beseitigt, was mit dem Gelände passiert ist mir nicht bekannt.
    Gruß Robert

  6. Robert sagt:

    HALLO, hier gibt’s noch mehr Bilder vom Mast nachdem die Sprengung erfolgt war und ein Video . http://www.moz.de/details/dg/0/1/1561998/
    Gruß Robert

  7. Robert sagt:

    Die UKW Sender waren am 24.3.17 gegen 8 Uhr noch in Betrieb. Im Vorfeld der Sprengung wurden die südlich vom Mast befindlichen reusen der langwellenantenne wurden von ihren haltefundamenten getrennt und hingen lose am Mast, die nördlichen 2 reusen blieben davon unberührt. Der Mast sollte in ganzer Länge Richtung Norden fallen, daß gelang aber nicht, da eine durchtrennte abspannpardune besser hielt und dadurch der Mast unten einknickte und sich ineinanderschob. Durch die Sprengung bildete sich an den 5 pardunenfundamenten jeweils kleine Feuer. Im Bild 46 der bildergalerie, sieht man, die brandstelle. Im Hintergrund das kleine Gebäude, beherbergte die Steuerung der Flughindernisbefeuerung, die Container mit den UKW-sendern waren da schon weggebracht. Am Vortag der Sprengung wurde die Flughindernisbefeuerung nicht mehr eingeschlalten.
    Power Radio, auf der 91,8 mhz ist nicht in Betrieb, am neuen geplanten Standort in eberswalde.
    Gruß Robert

  8. Robert sagt:

    Hallo
    https://youtu.be/F0RjCP0W69I
    https://youtu.be/S8-ILomXQyg
    https://youtu.be/6k75DEXB-gs
    https://youtu.be/ghw6SJBdczg
    ich war am 31.3.2017 nochmals vor Ort, und habe ein paar Videos gemacht. Die abräumarbeiten sind in vollem Gange. Die mastspitze ist weg und die abspannpardunen, sowie die reusen der langwellenantenne, konnte ich nicht mehr erkennen.Die Firma, die sich darum kümmert, kommt aus der Gemeinde,,Feldberger Seenland“, das ist zwischen, neustrelitz und templin.
    Gruß Robert

  9. ROBERT sagt:

    Hallo, Mast wird wieder aufgebaut .
    https://youtu.be/fkpGrpbm8mE
    https://youtu.be/IZzcNLGFnWc
    Die aufräumarbeiten beim ehemaligen langwellenantennenmast, sind beendet. Es wurden alle am Mast befindlichen Gebäude (Strom +Flughindernisbefeuerung) abgebrochen. Der fundamentblock auf dem der Mast stand, würde freigelegt, überarbeitet und wieder mit Erde verfüllt.
    Was mich ganz besonders freut, es wurde der alte mastfuß wieder dort aufgerichtet.
    Siehe meine Videos.
    Gruß sendet

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