(DFMG Deutsche Funkturm GmbH) – 22.01.2013: Von der höchsten Antenne aus 75 m Höhe sendet N-JOY (103,4 MHz mit 5 kW). In nur 54 m Höhe sind die Füllsender für NDR1 Radio MV (100,7 MHz mit 500 W), Antenne Mecklenburg-Vorpommern (105,8 MHz mit 160 W) und Ostseewelle (94,7 MHz mit 100 W) montiert. Ob der alte Gittermast noch verwendet wird, ist nicht bekannt.
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Derzeit wird die Antenne von N.Joy dort umgerüstet. Die Arbeiten dauern die ganze Woche laut NDR.
Die alte Konstruktion mit den großen Felder ist schon ab, die neue wird wohl deutlich kleiner (gerichtet?)
Oben hängt die DAB Antenne (zwei vertikale Dipole) und darunter ist der Turm nackig.
Auf Markus Radioblog findet sich eine Pressemeldung dass noch mehr Standorte dahingehend umgebaut werden.
Der NDR setzt also in MV weiterhin auf UKW (bei einer auszugehenden Lebensdauer von durschnittlich 15 Jahren wird eine Abschaltung also frühestens 2040 Thema werden) während in SH bereits ERP runtergedreht und einzelne Frequenzen (Niebüll, Helgoland) abgedreht werden oder wurden.
Wozu man aber dennoch weiterhin DAB ausbaut im Nordosten versteht kein Mensch. Ständig wird in der öffentlichen Debatte eine Anhebung des Runfunkbeitrags gefordert, das Programm wird ausgedünnt – aber man leistet sich einen jahrelangen Simulcast analog/digital.
Von diesem Standort wird seit nunmehr 5 Jahren DAB verbreitet, doch anstatt UKW abzuschalten, baut man noch eine neue Antenne dort auf, womit ein UKW-Aus in weite Ferne rückt.
Die KEF hat in ihrem Bericht geschrieben dass es künftig kein Geld mehr für UKW gibt. Die Kosten für den Umbau (die sich auch bei energiesparenderer Leistung erst einmal revidieren müssen) müssen also anderswo eingespart werden, denn jeder Gebührencent kann nur einmal ausgegeben werden.
Unverständlich wozu man überhaupt erst DAB ausbaut, wenn man weiterhin an UKW festhält (aus reiner Angst vor Reichweitenverlusten oder dem Überlassen der Hörer an private Konkurrenten). Die Zeche zahlt der Hörer